SYNAGOGENTOURNEE I

Montag, 11.3.19, 20:00 Uhr
Karlshalle, Ansbach

Gustav Mahler (1860–1911)
14 Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit (1880/91, Bearbeitung Pierre Hoppé)

BARITON Ludwig Mittelhammer
Jewish Chamber Orchestra Munich
DIRIGENT UND MODERATOR Daniel Grossmann

In Bayern und Baden-Württemberg gibt es zahlreiche Synagogen, die den 2. Weltkrieg überstanden haben. Meist in kleineren Städten wie Ansbach, Hainsfarth oder Kitzingen finden sich kleine Gebetshäuser, die heute als Kulturraum dienen. Mit der Konzerttournee durch diese Synagogen wird jüdische Kultur dort erlebbar gemacht und dorthin zurückgebracht, wo sie im Holocaust vernichtet wurde.
Im Zentrum steht der wohl berühmteste jüdische Katholik: Gustav Mahler. In einem Brief an seinen Freund, den Archäologen Friedrich Löhr, schrieb er 1894/95: „Mein Judentum verwehrt mir, wie die Sachen jetzt in der Welt stehen, den Eintritt in jedes Hoftheater. – Nicht Wien, nicht Berlin, nicht Dresden, nicht München steht mir offen. Überall bläst der gleiche Wind.“ Am 23. Februar 1897 konvertierte Mahler zum Katholizismus.
Zwischen den Liedkompositionen aus Mahlers Frühwerk erzählt Daniel Grossmann aus dem frühen Leben des später weltberühmten Komponisten, u.a. von seinen böhmischen Wurzeln, seinem jüdischen Elternhaus und seiner musikalischen Ausbildung, die mit der Musik der Synagoge begonnen hatte. Zudem werden Texte zu hören sein, die Gustav Mahlers Beziehung zum Judentum schildern sowie von seiner nicht ganz freiwilligen Abkehr von der Religion seiner Vorfahren erzählen.

Karten Zurück