SYNAGOGENTOURNEE II

Mittwoch, 13.3.19, 19:30 Uhr
Synagoge, Kitzingen

Gustav Mahler (1860–1911)
14 Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit (1880/91, Bearbeitung Pierre Hoppé)

BARITON Ludwig Mittelhammer
Jewish Chamber Orchestra Munich
DIRIGENT UND MODERATOR Daniel Grossmann

In Bayern und Baden-Württemberg gibt es zahlreiche Synagogen, die den 2. Weltkrieg überstanden haben. Meist in kleineren Städten wie Ansbach, Hainsfarth oder Kitzingen finden sich kleine Gebetshäuser, die heute als Kulturraum dienen. Mit der Konzerttournee durch diese Synagogen wird jüdische Kultur dort erlebbar gemacht und dorthin zurückgebracht, wo sie im Holocaust vernichtet wurde.
Im Zentrum steht der wohl berühmteste jüdische Katholik: Gustav Mahler. In einem Brief an seinen Freund, den Archäologen Friedrich Löhr, schrieb er 1894/95: „Mein Judentum verwehrt mir, wie die Sachen jetzt in der Welt stehen, den Eintritt in jedes Hoftheater. – Nicht Wien, nicht Berlin, nicht Dresden, nicht München steht mir offen. Überall bläst der gleiche Wind.“ Am 23. Februar 1897 konvertierte Mahler zum Katholizismus.
Eine kurze Einführung zu Beginn von Daniel Grossmann und eingesprochene Texte zwischen den Liedern thematisieren Mahlers Beziehung zum Judentum sowie seine nicht ganz freiwillige Abkehr von der Religion seiner Vorfahren.

Veranstalter: Stadt Kitzingen, Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen am Main e.V.
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