Stacks Image 124654

Welche Übersetzung?

Am 9. Februar 2015 findet unser nächstes Konzert statt: Joseph. Dort bringt das OJM nicht nur musikalische Raritäten wie Händels Ouvertüre aus dem Oratorium Joseph und seine Brüder oder Erich Walter Sternbergs The Story of Joseph zum Erklingen, sondern der Schauspieler und Sprecher Lambert Hamel lässt die dazugehörige Bibelgeschichte lebendig werden.

Doch: In welcher Übersetzung soll diese vieldeutige, themenreiche und ursprünglich in Hebräisch verfasste Geschichte gelesen werden?


Ein Übersetzerpaar fiel uns ins Auge: Die Philosophen Franz Rosenzweig und Martin Buber. Sie begannen 1925. Nach Rosenzweigs Tod im Jahr 1929 setzte Buber die Arbeit fort, abschließen konnte er sie erst 1961. Ihnen ging es vor allem um die sprachlich genaue Übertragung des hebräischen Urtextes unter Wahrung seines vollen Bedeutungsreichtums. Die Eigenheiten der hebräischen Sprache, der sogenannte Leitwortstil sowie die Wurzelverwandtschaft von Worten und die rhythmische Gliederung des hebräischen Textes spielten eine besondere Rolle – eine deutsche Übersetzung also, die dem hebräischen Original möglichst nahe kommt und eine original jüdische Sicht des Alten Testaments vermittelt. Aber eben auch eine Übersetzung, die für unsere Ohren etwas schwer verständlich ist. Beim Konzert wird also eine andere Übersetzung erklingen, doch einen Blick wert ist die Rosenzweig-Buber-Übersetzung allemal.


Martin Buber

Login