200 JAHRE JACQUES OFFENBACH

Samstag, 9.2.19, 20:00 Uhr
Kammer 1, Münchner Kammerspiele

200 Jahre Jacques Offenbach
Operette 4.0

 

Jacques Offenbach (1819-1880)

Oyayaye, ou La Reine des Îles (1855)
Musikalische Menschenfresserei in einem Akt
Rekonstruktion: Jean-Christophe Keck
Libretto von Jules Moineaux

OYAYAYE Laura Nicorescu
RACLE-À-MORT Joshua Owen Mills

Pomme d’api (1873)
Operette in einem Akt
Libretto von Ludovic Halévy und William Busnach

RABASTENS Andrea Borghini
GUSTAVE Joshua Owen Mills
CATHERINE Laura Nicorescu

 

SZENISCHE EINRICHTUNG / VIDEO Dennis Metaxas
Jewish Chamber Orchestra Munich
DIRIGENT Daniel Grossmann

 

Jacques Offenbach wird 200. Wir feiern den Erfinder der Operette und die wilde Entstehungs- und Experimentierphase dieses Genres mit zwei Raritäten und Wiederentdeckungen – und lassen auf der Bühne Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen!

Eine menschenfressende Wilde, die unverständliche Laute von sich gibt; eine junge Frau, die „Rotbackiges Äpfelchen“ genannt wird – was vor rund 150 Jahren beste satirische Unterhaltung war, stellt das Theater des 21. Jahrhunderts vor die Frage nach der Darstellbarkeit auf der Bühne. Dennis Metaxas, Regieassistent an den Münchner Kammerspielen, kreiert hierzu einen Videokommentar: ein bildgewaltiges Delirium Tremens, einen filmischen Horrortrip über Kolonialismus, Geschlechterrollen und nicht zuletzt über unser Wohnzimmer. Operette 4.0!

 

Oyayaye, ou La Reine des Îles (1855)
Der Kontrabassvirtuose Racle-à-mort verschläft am Pariser Théâtre de l’Ambigu-Comique ein Solo und wird gefeuert – was überraschenderweise nicht zu seinem sozialen Abstieg führt, sondern der Beginn einer exotisch-grotesken Reise ist: Racle-à-mort, der nach einer Schiffsreise mit seinem Instrument im Gepäck auf einer Südseeinsel strandet, wird von Eingeborenen bedroht. Sie wollen Suppe aus ihm machen, sofern er nicht zu ihrer Unterhaltung beitragen könne. Als Oyayaye, die Königin der Menschenfresser, mit ihrem Gefolge eintrifft, beginnt er zu improvisieren …

Pomme d’api (1873)
Der Rentier Rabastens ist Junggeselle aus Prinzip und hält nichts von lebenslanger Treue. Sein Neffe Gustave ist das genaue Gegenteil: schon lange schwer verliebt in sein Pomme d’api (rotes Äpfelchen), wie er seine Geliebte nennt, jedoch finanziell abhängig von seinem Onkel. Eine per se konfliktträchtige Situation, die sich zuspitzt als der Onkel den Geldhahn zudreht und es auf eine junge Frau abgesehen hat …

 

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